Accademia Vergani

Marina Lachen

Der «Wow-Effekt» ist gross: Ich habe das Gefühl, an einem Ferienort am Meer in Italien angekommen zu sein. Kleine Schiffe schaukeln auf den Wellen des Zürichsees. Gleich daneben, auf den Terrassen der Marina Gastro AG, herrscht reges Treiben. Die Gäste sind glücklich, das Servicepersonal lacht. Hier fühle ich mich wohl.

 

Ich setze mich und lasse mir die Karte der «Osteria Vista», eines der drei Gastrobetriebe der Marina Gastro AG in Lachen, geben. Es fällt mir schwer, mich auf diese zu konzentrieren. Denn die Aussicht ist überwältigend: Verliebte Pärchen geniessen die Romantik vor Ort, Kinder das Wasserspiel. Aus einem Boot steigt ein Fischer, auf einem anderen zeigt sich eine blonde Schönheit. Zurück zu meiner Karte, weiss ich, warum ich mich hier so wohlfühle: Nicht nur der Ort und die Atmosphäre sind südländisch. Hier werden Gerichte serviert, wie es auch «nonna» in Italien macht. Ob ich mich für was entschieden habe, fragt eine Dame, welche mit sehr viel «Zack», sprich Temperament, auf mich zukommt. Sie ist Italien in Person: Ihre Augen leuchten, die Haare gelockt und sie strahlt Geborgenheit aus. Trotz des warmen Wetters bestelle ich mir einen feinen Tropfen Weisswein. Natürlich stammt auch dieser aus Italien und setzt sozusagen ein «i-Pünktchen» auf mein Wohlbefinden. Warum alle so freundlich und motiviert sind, frage ich. «Der Geist des kürzlich verstorbenen Unternehmers und Besitzers des Marina Lachen, Andy Rihs, ist hier immer noch sehr präsent und sorgt für unsere und die Zufriedenheit unserer Gäste», antwortet sie. Rihs sei sehr bodenständig gewesen und immer darum bekümmert, die gute Atmosphäre im Haus aufrechtzuerhalten. «Hier duzen sich übrigens alle», sagt sie. Dies von der Chefetage bis zum Tellerwäscher. «Dies ist nur eine Erinnerung an unseren Andy», schliesst sie und meint, eigentlich könnte sie noch viel mehr Positives über «ihren» Andy berichten.

 

 

Hier wird Italien wirklich gelebt.

Wie sich herausstellt, ist die «zackige Dame» die Leiterin der «Osteria Vista» und der «Lago Lounge». Sie, Lucia Vierling, ist Vollblut-Italienerin und arbeitet nirgends lieber als eben hier: «Hier ist ein Stück meiner Heimat und wir leben und erleben diese Atmosphäre Tag für Tag», meint sie. «Italianità vom Feinsten» also. Die «Osteria Vista» ist das Herzstück dieser Gastromeile, und dies wird genau so mitgeteilt: Man kommt einfach an, ist mittendrin und umgeben von guter Laune, herrlichem Essen, vielfältigen und exklusiven Getränken. Doch vor allem ist man nicht einfach nur Gast – nein – hier ist man ein Stück vom Ganzen. Der stellvertretende Geschäftsführer und Leiter der Gastronomie der Marina Lachen, Dejan Savic, gesellt sich zu mir.

 

 

100 Meter pure Leidenschaft und Bodenständigkeit

«Marina Lachen ist die Gastronomie- und Erlebnismeile am Oberen Zürichsee», sagt Savic mit einem gewissen Stolz. «Auf 100 Metern Länge sorgen das 4-Sterne-Hotel, drei verschiedene Restaurants sowie eine Bar-Lounge für entspannte Momente», ergänzt er. Auch das denkmalgeschützte «Haus zum Ochsen», welches an die Mauern der Marina gebaut ist und als «OX Asian Cuisine» als ein weiteres Erlebnis angeboten wird, sei spannend und speziell. Im urban inszenierten Gassenrestaurant bereiten dort (asiatische) Köche aus Thailand und Sri Lanka populäre und authentische Gerichte aus ihrer Heimat zu. «Fernweh ist darum auch dort ein Thema und passt perfekt zum Gesamterlebnis unserer Betriebe», betont der Profi. Also, wer fernab des Alltags ein wenig die Seele baumeln lassen will, wird an der Marina Lachen voll zum Zug kommen. Der Gastrokomplex sei übrigens auch im Herbst und im Winter einen Besuch wert: Die «Osteria Vista» präsentiert sich dann unter dem Motto: «Mare e Monti». Und dort, wo sich im Sommer die Kinder beim Wasserspiel vergnügen, steht dann das «Heimetli», eine Holzhütte, welche den Winterzauber mit köstlichen, regionalen Gerichten aus der ganzen Schweiz verbreitet.

 

Überraschungseffekt garantiert

Ich werde durchs Haus geführt. Von der «Osteria Vista» geht’s in das «The Steakhouse». Empfangen werde ich von der sogenannten Meat-Boutique. Wie beim Metzger, denke ich und frage nach. «Für Liebhaber von Fleisch und Seafood vom offenen Holzkohlengrill ist ‘The Steakhouse’ ein echtes Erlebnis», sagt Savic. Ausserdem könne man hier auch Fleisch für zu Hause einkaufen. «Dies auch wenn andere Metzgereien schon lange ihre Ladentüren geschlossen haben», meint er. Der Grillmeister bereitet ein Stück Fleisch zu, welches von einem der zahlreichen Gäste bestellt wurde. Währenddessen bringt mich der stellvertretende Geschäftsführer in die für jeden Gast begehbare Weingalerie. Hier dürfen edle Tropfen degustiert und bestellt werden. Da staunt der Laie nicht schlecht: Gut 80 verschiedene Weine stehen im gekühlten Raum da – warten, ihren wundervollen Geschmack an Mann oder Frau weitergeben zu dürfen. Weiter geht es zum Designhotel, welches 2001 eröffnet und 2007 erweitert wurde. Stilvolle Zimmer bieten alles, was anspruchsvolle Gäste wünschen: Zimmer, eingerichtet wie im Traum, zum Teil mit Jacuzzi. Gross und sehr hell und mit grossen Terrassen mit Seeblick. Eben wie am Meer. Und ich weiss jetzt, wo ich meine nächsten freien Tage verbringe.

Bild: Flavia Vergani | Text: Martina Fontana  | Quelle: Vergani Magazin 10

 

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