Accademia Vergani

SAMIGO Amusement

Mensch. Familie. Sami.

 

Wie kein zweiter Platz in der deutschsprachigen Schweiz steht das «Samigo Amusement» am Mythenquai 59 in Zürich für eine junge, lebendige Kunstform, die die Grenzen verschiedener Genres wie Tanz, Musik, Akrobatik, Schauspiel und Kulinarik bewusst verwischt, um etwas prickelndes Neues entstehen zu lassen. Erbaut wurde das Restaurant im Rahmen der Gartenausstellung im Jahr 1959 auf 64 Pfählen, die in den See geschlagen wurden.

 

 

Die wunderbare und zugleich spektakuläre Location, direkt am Zürichsee, die Sami Khouri, der umtriebige Event-Dompteur, gepachtet hat, präsentiert er mit dem erklärten Ziel, seinen Gästen ein wunderbares, ungeahntes und rundum bereicherndes Erlebnis zu bereiten. «Wer zu uns kommt, sucht nach dem Neuen, dem Unbekannten und dem Atemberaubenden. » Nichts ist undenkbar an diesem Ort des kreativen Schöpfergeists. Alles scheint möglich in einer Welt, in der das Experiment und die grenzenlose Neugierde die Basis allen Schaffens bilden.

 

«Unsere Gastronomie ist ‹instagramable›. Wir wollen, dass die Leute fein essen, leckere Drinks geniessen und das Erlebte mit Freunden teilen. Spass, Spiel und Show mit gefinkelten Gesten sind uns enorm wichtig.»

Sami, SAMIGO Amusement

 

 

«Sami» und seine «Amigos» – daraus ergibt sich übrigens der wohlklingende Name «SAMIGO» – holen die Schrittmacher und erfolgreichsten Kreativen der internationalen Künstlerszene nach Zürich, die mit Konventionen brechen, Erwartungshaltungen in Frage stellen und damit das Verständnis darüber nähren, was Event ist und was Event sein kann. Der gross gewachsene Zürcher mit palästinensischen Wurzeln ist Familienmensch, Teamplayer, fair und anständig sowie abenteuerlustig.

 

 

Seine Liebe zur Gastronomie und zu italienischen Weinen begann recht früh, obwohl er von sich sagt, dass er ganz selten Alkohol trinke. «Mit Freunden teile ich gerne mal eine Flasche Wein.» Seine Gäste hingegen greifen oft zu einem Rotwein, der den Namen Collazzi trägt. Der Cabernet Sauvignon assembliert mit Cabernet Franc, Merlot und Petit Verdot gedeiht auf einem fruchtbaren Rebberg in der Toskana. Mit Erfahrung und Gespür werden die Trauben durch Winzer von Hand geerntet und auf schonende und selektive Art weiterverarbeitet. Die Philosophie von Sami Khouri ist identisch mit der des Weinguts, denn alle Events sind handgemacht und massgeschneidert, und der Mensch steht bei Sami immer im Vordergrund.

Bild: Torvioll Jashari | Text: Sabrina Kaiser-Kossmayr | Quelle: Edizione Vergani 11

 

Der Gastgeber Giovanni Rizzo in seiner Stapferstube.

   

Seit Giovanni Rizzo die «Stapferstube» im Sommer 2009 mit senem Bruder Christian übernommen hat, weht ein frischer Wind durch das denkmalgeschützte Gemäuer an der Culmannstrasse. Die beiden haben geschafft, was vier Nachfolgern des legendären Jacky Schläpfer verwehrt geblieben ist: die «Stapferstube» wieder zu einer erstklassigen Adresse in Zürichs Beizenlandschaft zu machen. Dabei ist das Erfolgsrezept der Brüder auf den ersten Blick ganz einfach. Althergebrachte Zürcher Tradition mit einer ordentlichen Prise Italianità aufmischen, freundliches Personal an die Front schicken, eine erstklassige Auswahl an Weinen präsentieren und das bewahren, was die Kundschaft an der «Stapferstube» schon immer geliebt hat: das stilvolle Ambiente, das wunderbare Siedfleisch oder die buttrig-zarten Kalbskoteletten, ergänzt mit raffiniert gekochten italienischen Klassikern: etwa Kalbsschnitzel Don Giovanni, Ossobucco alla Milanese oder die famosen Giugets (eine Art Ravioli).

Was machen die Rizzos anders? Es sei die ideale Mischung, die es ausmacht, sagt ein Stammgast. «Hier kann man sein, ohne sich ständig erklären zu müssen», fügt er an. Niemand komme hierher, nur um seine Nase zu zeigen. Er kann es sich dennoch nicht verkneifen, auf den legendären Zürcher Fussballer Ruedi Elsener zu zeigen, der gerade das Restaurant verlässt. Überhaupt fällt auf, dass es vor allem – im doppelten Sinne – gut betuchte Männer im besten Alter sind, die an den blütenweiss gedeckten Tischen sitzen. Waschechte Zürcher Unternehmer eben, ehemalige und aktive Sportler, Politiker jeder Couleur und Wirtschaftsführer. 90 Prozent der Gäste am Mittag sind ohnehin Stammgäste.

 

«Hier kann man sein, ohne sich ständig erklären zu müssen.»

Giovanni Rizzo

 

Hört man sich um, ist der Tenor klar: Hier sei die Seele eben noch vorhanden, sagt einer. «Mit den Rizzos am Ruder ist endlich wieder der Drive aus Jacky Schläpfers Zeiten eingekehrt», sagt ein anderer. Giovanni Rizzo nimmt die Komplimente gelassen auf, verzieht keine Miene. Das sei eben sein Wesen, die vornehme Art des Lateiners, sagt ein Dritter augenzwinkernd hinter vorgehaltener Hand. Einhellig betonen sie die familiäre Gemütlichkeit, die hier herrscht: Die «Stapferstube da Rizzo» sei ein Treffpunkt für einsame Zürcher Unternehmerherzen geworden. Gelächter schallt durch die edle Beiz – Zeit für Kaffee und eine würzige Zigarre im angenehm durchlüfteten Fumoir nebenan. Er habe damals ein Restaurant mit dicken, alten Mauern
gesucht, sagt Giovanni Rizzo. «In einem hochmodernen Laden, mit ständig wechselnder Kundschaft, könnte ich nicht funktionieren.» Sagt's und bittet einen Mitarbeiter, den Rohschinken hauchdünn aufzuschneiden: Die 60-jährige, rot lackierte Berkel-Maschine, ein wahres Prunkstück, steht mitten im Eingangsbereich.

In der nahen Küche herrscht die Ruhe vor dem mittäglichen Ansturm. In einer grossen Pfanne – fast schon ein Zuber – suhlen sich die Rindfleischmocken, wälzen sich langsam im knapp siedenden Würzwasser. Der Küchenchef schöpft prachtvolle Kalbshaxen aus einem Fond, der schon am Vortag angesetzt worden ist. Sie sind Teil des heutigen Menüs für eine Gruppe Geniesser aus der Region, die sich hier regelmässig zum Stamm trifft.

Sechs Mitarbeiter teilen sich die enge Küche. Kaum auszudenken, wie sie ungeschoren aneinander vorbeikommen, wenn Hochbetrieb herrscht. Der Chef lacht. Kein Problem, man kenne sich, und die Wege seien kurz. Überhaupt: Allzu viel Platz scheint auch im Restaurant nicht vorhanden, dennoch kommt nie ein Gefühl von Enge auf: Bis zu 90 Personen können hier verköstigt werden – die Tische sind grosszügig ausgelegt, die Sessel, Bänke und Stühle immens bequem. Ungeniert darf der Gast nach dem Essen den Laptop aufklappen und sitzen bleiben. Es sei schon manches Geschäft hier abgeschlossen worden, sagt Giovanni Rizzo. Viel Platz für seine Gäste sei ihm eben wichtiger als breite Gänge für das Personal. «Wir kommen schon zurecht.»

Text: Marcus May | Bild: Flavia Vergani | Quelle: Vergani Magazin 5

 

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