Vino e vita

Emilia Romagna

Bologna, Modena, Parma: Die Städtenamen zergehen auf der Zunge wie ihre Spezialitäten. Ein Schlaraffenland erster Güte.

Tortellini

Die Italiener nennen die Emilia Romagna liebevoll ihren „Bauch“, denn viele der berühmtesten Spezereien aus Italien, wie bsp. die Tortellini, sind hier zu Hause. (Foto: Flavia Vergani)

Die Emilia Romagna gilt als Wiege der Pasta und ist Heimat von kulinarischen Weltstars, die sich wie das Who’s Who der Gaumenfreuden liest: Parmaschinken, Balsamessig, Parmesan oder Tortellini und viele mehr. Vor allem für Feinschmecker ist die Emilia Romagna ein wahres El Dorado, das ultimative Schlaraffenland. Die Region zwischen der Lombardei und dem Veneto im Norden und der Toskana im Süden verdankt ihren vielen hochwertigen Spezereien einen guten Wohlstand, sie gehört zu den Reichsten im Stiefelstaat.

Überhaupt trägt in Italien die Nahrungsmittelproduktion zum Anziehen der Wirtschaft in hohem Masse bei. Grund genug, 2018 in Italien zum Jahr des italienischen Essens zu proklarieren. Dabei fällt der Emilia Romagna als kulinarische Schatztruhe eine wichtige Rolle zu, wird sie doch landauf, landab auch als Italiens Bauch gezeichnet. Hochburg und Hauptstadt ist Bologna, bezeichnenderweise von den Italienern liebevoll auch „la grassa“ genannt, die Fette. 38 Kilometer Arkaden durchwuseln den malerischen, mittelalterlichen Stadtkern und beherbergen so manchen Feinkostladen, ein Traumziel für Gaumenreisen. Die lebendige Stadt mit der ältesten Universität des Landes ist die perfekte Bühne, Tortellini & Co. angemessen und mit vielen Anekdoten zu würdigen. So sind die Tagliatelle hier nicht einfach entstanden, sondern als Ehrenmahl zur Hochzeit von Lucrezia Borgia, als Hommage an ihre schönen, blonden Haare, kreiert worden. Und die Tortellini sind nicht einfach nur Teigringli, nein sie sind das Abbild der römischen Liebesgöttin Venus. Oder zumindest deren Nabel.

Passend zum Themenjahr hat die weltweit tätige Eataly vor Bolognas Toren einen Food-Themenpark mit Erlebnischarakter eröffnet, die Fico Eataly World. Hier kann man Seminare zur Pastaherstellung genauso besuchen wie eine Steinmühle zur Gewinnung von Olivenöl beobachten oder alles Wissenswerte lernen zum nahen Parmaschinken, dem wohl berühmtesten Schinken der Welt. Oder zum Parmesan, dem lange gereiften Hartkäse der zwischen Reggio Emilia und Parma, markenrechtlich geschützt als Parmigiano Reggiano entsteht. Nur mit offiziellem Brandsiegel dürfen die Käselaiber heranreifen, mindestens zwölf Monate muss er ruhen und reifen, meist aber liegt er bis zwei Jahre zur Vollendung. Oder man lässt sich einweihen in die jahrhundertealten Geheimnisse des Balsamessig aus Modena, der aus kaum einer hochwertigen Küche mehr wegzudenken ist.

Egal, was auch immer Sie über den Bauch Italiens wissen wollen, die Emilia Romagna hat eine Antwort darauf. Garantiert. Sie sehen also, Sie kommen an Genuss und Probieren aus der Emilia Romagna nicht so leicht vorbei.

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