Vino e vita

La vie en rose

Roséweine waren eine Zeit lang aus der Mode, galten als angestaubt. Jetzt meldet er sich beschwingt in alter Frische zurück.

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Roséweine passen perfekt in den Vorfrühlingsmodus. (Bild:iStock)

Draussen ist es zur Zeit weder Winter noch Frühling oder irgendwie beides gleichzeitig, also können wir genau so gut in den Vorfrühlingsmodus wechseln und die Welt in Rosa sehen – weintechnisch natürlich. Roséweine sind frisch und jung und beschwingt, also passen sie perfekt zur Frühlingsahnung.

Ein Rosé ist ein hellroter Wein, der aus roten Traubensorten hergestellt wird, allerdings Weisswein-Manier: Die Trauben werden unzerkleinert gekeltert und nur kurz auf der Maische stehen gelassen, bis der gewünschte Farbton erreicht ist. Danach wird rasch abgepresst, vergoren wird der Wein ohne Schale. Werden die Beeren länger auf der Maische liegen gelassen, erhält der Rosé einen dunkleren Ton. Bei der Saignée-Methode wird aus dem Gärbehälter für Rotwein rund 10 Prozent des Mostes ohne Pressung einfach abgezogen und separat vinifiziert. Ein Nebeneffekt entsteht so beim übriggebliebenen Rotwein: Der erhält eine höhere Konzentration von Farb- und Gerbstoffen.

Eine Art Exot ist der Schiller: Als einer der wenigen Weine handelt es sich um einen Verschnitt von roten und weissen Trauben mit der Besonderheit, dass sie nicht nur gleichzeitig geerntet und gekeltert werden müssen, sondern auch im gleichen Rebberg angebaut worden sind. Meistens handelt es sich dabei um eine Kombination von Pinot Noir und Riesling-Sylvaner.

Roséweine eignen sich nicht so gut für eine lange Lagerung, sie sollten jung und frisch innerhalb von ein bis drei Jahren getrunken werden. Die leichte, eher liebliche Ausführung passt sehr gut als Apérowein, ein kräftiger Rosato aus Apulien oder der Toskana verträgt auch gut Oliven, Käse und getrocknete Tomaten.

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