Vino e vita

Säbelrasseln mit Stimmung

Flaschenköpfen mit einem Säbel ist keine Hexerei – wenn man weiss wie! Und seine Gäste und das Familienporzellan aus der Schusslinie hält.

 

Roberto Verzo_Flickr

Man nehme die alten Säbel von der Wand, vom Estrich oder aus der Rüstung und auf geht’s zum munteren Sabrieren. (Bild: Roberto Verzo Flickr)

Damit mischt man wirklich jede Feier auf und lässt die Unterhaltungskonkurrenz weit hinter sich: Das imposante Sabrieren eines Champagners. Oder Sabrage, wie es viel hübscher in Frankreich heisst. Es sieht spektakulärer aus, als es schwierig ist, zu beachten sind dabei nur ein paar Punkte.

Zum einen sollte man Schaumweine verwenden, die eine Flaschengärung hinter sich haben, der Druck innerhalb der Flasche muss recht hoch sein. Am stilechtesten ist es natürlich mit Champagner, der Legende nach waren es nämlich Napoleons Husaren, die nach siegreichen Schlachten die Champagnerflaschen vom Pferderücken aus köpften. Ganz so getreu muss es aber nicht nachgebildet werden, es geht sehr gut auch ohne Pferd.

Schwieriger wird es allerdings ohne Säbel, obwohl geübte Sabrierer eine Flasche durchaus auch mit einem Stielglas köpfen können. Das ist dann aber schon hohe Schule. Wenn Sie also den Säbel haben und den gekühlten Champagner, benötigen Sie nur noch das nötige Umfeld. Bringen Sie dazu Ihre Gäste, das Familienservice und allenfalls den Perserteppich aus der Schusslinie und in Sicherheit, der Korken geht mit recht viel Druck los (im Innern herrscht ein Druck von über 6 bar), der Korken flitzt mit fast 200 km/h durch die Luft und dabei schwappt etwa 1/7 des Inhalts mit heraus. Vielleicht lohnt sich die Überlegung, diesen Teil der Abendunterhaltung ins Freie zu verlegen.

Die Flasche sollte vorbereitet werden, indem die Folie vom Flaschenhals entfernt, das Drahtgebinde leicht gelöst und unter der äussersten Rille wieder festgemacht wird. Man legt dadurch den schwächsten Punkt einer Flasche frei, da, wo die Flaschennaht auf den Flaschenkopf trifft. Die Glasnaht über den Flaschenrücken bildet sowas wie die Startrampe. Nun muss man nur noch die Flasche in einem Winkel von circa 45 Grad nach oben halten, mit dem Schwert schwungvoll der Naht folgen und mutig die Klinge auf den Flaschenkopf sausen lassen.

Schon schiesst der Flaschenhals mitsamt dem Korken durch die Luft und Sie können Ihre beeindruckten Gäste mit Champagner bedienen. Der Korken im Flaschenhals gilt in der Champagne übrigens als Glücksbringer. Und trinken können Sie ohne Angst vor Scherben, durch den Druck wird alles weggespült und nicht die kleinste Scherbe landet in der Flasche. Nur Mut, probieren Sie es aus, es macht wirklich Spass.

Salute

 

 

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