Vino e vita

Wein und Zucker

Am 7. April ist Weltgesundheitstag. Jedes Jahr stellt die WHO ein Thema ins weltweite Bewusstsein. Dieses Jahr ist es Diabetes. Verträgt sich das mit Wein?

Wie sieht es mit dem Weingenuss bei einer Diabeteserkrankung aus? (Foto: Flickr_Rosmarie Voegtli)

Am 7. April ist Weltgesundheitstag. Jedes Jahr stellt die Weltgesundheitsorganisation WHO ein globales Gesundheitsthema in den Mittelpunkt. Im Jahr 2016 wird Diabetes mellitus ins Zentrum gerückt, auch bekannt als Zuckerkrankheit. Eine immer älter werdende Bevölkerung, mangelnde körperliche Bewegung und die heutigen Lebensgewohnheiten sorgen dafür, dass die Zahl der Diabeteserkrankungen laufend ansteigt. Weltweit sind rund 390 Millionen Menschen betroffen, mit steigender Tendenz! In der Schweiz leiden wohl beinahe 500’000 Menschen an Diabetes. Die WHO geht davon aus, dass diese Krankheit bis zum Jahr 2030 zu den sieben weltweit führenden Todesursachen zählt.

Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die sich in einem erhöhten Blutzuckerspiegel äussert. Dabei unterscheidet man zwischen Diabetes mellitus Typ 1, mit einem absoluten Mangel an Insulin und Typ 2 mit einer verminderten Wirkung des Insulins. Die meisten Menschen – rund 90% – erkranken an Typ 2, viel seltener ist der Typ 1.

Insulin ist das wichtigste Hormon bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels und bewirkt, dass sich die Zellen für die Aufnahme von Zucker (Glukose) öffnen. Dort wird der Zucker in Energie für den Körper umgewandelt. Insulin ist sozusagen der Schlüssel, der die Zellentür öffnet.

Wie sieht es nun aber aus mit Weingenuss bei einer Diabeteserkrankung? Besonders für Diabetiker gilt: das Mass ist entscheidend. In Massen genossen schadet Wein nicht, seine «guten» Eigenschaften wirken auch hier günstig. Rotwein erhöht das HDL-Cholesterin, das vor Gefässkrankheiten schützt und setzt die Blutgerinnung herab. Zudem verzögern die Antioxidantien im Wein die Entstehung des gefährlichen LDL Cholesterins. Die grösste Gefahr liegt in der Menge: Je mehr Alkohol getrunken wird, umso länger ist die Leber beschäftigt und die Freisetzung von Traubenzucker aus dem Leberspeicher wird blockiert und umso mehr sinkt der Blutzuckerspiegel, das birgt die Gefahr einer Unterzuckerung. Das Ganze wirkt umso schwerwiegender, wenn zuvor noch Sport getrieben wurde oder sonstige zusätzliche körperliche Anstrengungen erfolgten.

Deshalb sollte folgendes beachtet werden:

  • Alkohol nie auf «leeren Magen», sondern immer zusammen mit einer kohlenhydratreichen Mahlzeit oder Zwischenmahlzeit trinken.
  • Nach Sport oder sonstiger zusätzlicher körperlicher Aktivität sind alkoholische Getränke tabu.
Auch Nicht-Diabetiker tun sicher nicht schlecht daran, diese Punkte ebenfalls einzuhalten. Wer einer möglichen Diabetes-Erkrankung vorbeugen möchte, kann sich an die Empfehlung der WHO halten: Bereits täglich 30 Minuten moderat körperliche Aktivität und eine gesunde Ernährung können dazu beitragen, das Risiko für die Entwicklung einer Typ 2-Diabetes drastisch zu reduzieren.

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