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Domaine d'Aucrêt

Wie schön muss es sein, wenn man seine Wurzeln in einem der bekanntesten Weinbaugebiete der Schweiz hat, das zudem noch Weltkulturerbe ist?

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Domaine d'Aucret

Wie schön muss es sein, wenn man seine Wurzeln in einem der bekanntesten Weinbaugebiete der Schweiz hat, das zudem noch Weltkulturerbe ist? 

  

   

«Stolz sind wir auf unser jahrhundertealtes Erbe. Und dankbar», sagt Michel Blanche bestimmt und lässt seinen Blick über die Weinberge schweifen, die sanft zum Lac Léman fallen. Wir sind zu Besuch in der Domâine d’Aucrêt und stehen mitten im Lavaux. Freundschaftlich und fast familiär ist der Empfang, seit über 30 Jahren pflegen Blanches und Verganis ihre Zusammenarbeit und Freundschaft.

Wir stehen im Herzen des Lavaux und das Herz geht auf. Zwischen Lausanne und dem bekannten Schloss Chillon liegt das grösste zusammenhängende Weinbaugebiet der Schweiz mit spektakulärer Landschaft. Seit Generationen prägen die steingemauerten Weinterrassen das Landschaftsbild und sind seit 2007 als Weltkulturerbe unter Unesco-Schutz. Über 30 Kilometer erstreckt sich das Rebbaugebiet an den Ufern des Genfersees und ist ein Zeugnis von harter, menschlicher Arbeit mit der Natur. Über Jahrhunderte. Und mitten drin, hoch über Cully, ist Michel Blanche Herr über Weinberge, Obstgärten, Keller und Destillerie. Das Gut Domâine d’Aucrêt ist seit mehr als 400 Jahren in Familienbesitz und genauso geschichtsträchtig wie das Kulturerbe.

Ursprünglich gehörte es zu einer Abtei, noch immer finden sich Gebäudereste davon im Anwesen. Es diente im tiefsten Mittelalter als Unterkunft der Mönche, die die weltberühmten Weinberge und Steinterrassen anlegten. 1575 dann stellte die Abtei für Nycolas Blanche eine Freiheitsurkunde aus, und seit da ist das Gut in Familienbesitz. Stolz zeigt Michel die besiegelte Originalurkunde, fast zärtlich hält er den Ursprung seines Besitzes. Und der kann sich sehen lassen. Bearbeitet werden 8.5 Hektaren Reben und 9.5 Hektaren Obstbäume. Hier werden nicht nur hervorragende Weine produziert, sondern auch delikate Lebenswässerchen destilliert.

 

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Die Domaîne d’Aucrêt gehört zu den grossen Weinproduzenten, was den Anteil an eigenem Land betrifft. Was aber die Produktionsmenge anbelangt, können sie mit rund 60 000 Flaschen jährlich mit den grossen Anbietern nicht mithalten. Dazu kommt noch, dass der Kanton Waadt 2009 die Anbaugebiete ziemlich auf den Kopf gestellt hat. Früher hatte das Vaud 27 deklarierte
Weinanbaugebiete mit AOC-Status, jetzt wurden sie zu sechs Weinregionen zusammengefasst. Mit einigen Konsequenzen. Die Ortsbezeichnungen, oft mit beträchtlichem Markenwert, dürfen beibehalten werden, allerdings wurden die Bedingungen gelockert. Es müssen nur noch 60% der Trauben aus diesem Ort stammen, die restlichen 40% können aus anderen Gebieten der gleichen Weinregion sein. Was wiederum die grossen Produzenten mit grossen Abfüllmengen und Traubeneinkauf begünstigt. Ein Aigle ist somit vielleicht nur zu 60% aus Trauben, die in Aigle geerntet wurden, die restlichen 40% können irgendwo aus dem Chablais stammen. Das drückt gewaltig auf den Preis. «Da können wir nicht mithalten, wir mussten uns etwas einfallen lassen.Wir begegnen dem Preisdruck mit Innovation und Selektion.» Das bedeutet, dass einerseits auf Lage- und Sortenweine gesetzt wird.

 

«Wir begegnen dem Preisdruck mit Innovation und Selektion.»

Das Weingut Domaine d'Aucret setzt vorallem auf Lagenweine.

 

Die Domâine d’Aucrêt produziert über die Hälfte ihrer Weine als Grand-Cru-Weine und etwa einen Viertel als exklusive Sortenweine. «Damit können wir garantieren, dass überall auch zu 100% drin ist, was auf dem Etikett steht.» Als zweite Entscheidung setzen sie auf Innovation. Mit der Linie Sans Souci haben sie eine junge, trinkfreudige und sehr erfolgreiche Weinlinie auf den Markt gebracht. Sans Souci besticht durch seine Frische und ein überaus überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis. «Vor allem die Jungen lieben diesen unbeschwerten Wein. Er hält im Glas, was sein Name verspricht: ein unbeschwerter, leichter Wein für viele sorgenfreie Gelegenheiten. Es gibt ihn als Weissen, das ist der Verkaufsrenner, dann als Rosé und als leichten Roten.» Sorgenfrei kann auch Michel in die Zukunft sehen. Die Weichen sind gestellt, seine Positionierung im grossen Feld der waadtländischen Weine ist erfolgreich initiiert, die Hürden scheinen genommen. Und die Nachfolge ist ebenfalls geregelt. Natürlich in der Familie, wie kann es auch anders sein. Die Kinder werden die Traditionen und das Familienerbe weiterführen. Was Michel natürlich noch lange nicht davon abhalten wird, weiterhin seine geliebten Weinberge zu hegen und pflegen, in der Destillerie zu tüfteln oder ein Auge auf den Weinkeller zu haben.

Text: Domenica Flütsch | Bild: Flavia Vergani | Quelle: Vergani Magazin 8

 

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