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Serracavallo

Wo die Zukunft in der Vergangenheit liegt. Etwas versteckt in den sanften Hügeln des Valle di Crati, zwischen dem kalabrischen Apennin und den Ausläufern der Pollino-Berge, dem grössten Naturreservat Europas, liegt das kleine, aber feine Weingut Serracavallo. Obwohl man es ihm nicht ansieht, ist es bedeutungsvoll, ein Zentrum der Macht sozusagen. Nicht wegen seiner Grösse – von den rund 50 H ektaren sind 32 zum Weinbau bestimmt und werden laufend kultiviert, etwa 15 Hektaren davon werden vinifiziert. Die Bedeutung liegt vielmehr in der Person des Besitzers, der uns höchstselbst über die gewundenen Strassen hoch in die Hügel fährt: Dottore Demetrio Stancati. Wenn es um das neue Selbstbewusstsein der kalabrischen Weinproduzenten geht, kommt man an diesem Mann nicht vorbei. Präsident des Consorzio dei vini della calabria Citra, dem Zusammenschluss der Produzenten zur Pflege der alten Rebsorten, Geburtshelfer der 2011 gegründeten Dop Terre di Cosenza und eben auch Besitzer des Weingutes Serracavallo.

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Serracavallo

Wo die Zukunft in der Vergangenheit liegt. Etwas versteckt in den sanften Hügeln des Valle di Crati, zwischen dem kalabrischen Apennin und den Ausläufern der Pollino-Berge, dem grössten Naturreservat Europas, liegt das kleine, aber feine Weingut Serracavallo.

 

  

 

Obwohl man es ihm nicht ansieht, ist es bedeutungsvoll, ein Zentrum der Macht sozusagen. Nicht wegen seiner Grösse – von den rund 50 H ektaren sind 32 zum Weinbau bestimmt und werden laufend kultiviert, etwa 15 Hektaren davon werden vinifiziert. Die Bedeutung liegt vielmehr in der Person des Besitzers, der uns höchstselbst über die gewundenen Strassen hoch in die Hügel fährt: Dottore Demetrio Stancati. Wenn es um das neue Selbstbewusstsein der kalabrischen Weinproduzenten geht, kommt man an diesem Mann nicht vorbei. Präsident des Consorzio dei vini della calabria Citra, dem Zusammenschluss der Produzenten zur Pflege der alten Rebsorten, Geburtshelfer der 2011 gegründeten Dop Terre di
Cosenza und eben auch Besitzer des Weingutes Serracavallo.

Aber beginnen wir am Anfang, einen Tag früher, in Cosenza. In dieser typischen kalabrischen Regionalstadt empfangen uns Demetrio Stancati und seine Frau Flaviana sehr herzlich und äusserst gastfreundlich. Schnell merkt man, dass man es mit einem visionären, tatkräftigen Mann zu tun hat, einem Intellektuellen mit Bodenhaftung, einer Mischung aus Landmann und Feingeist. Vom ersten Moment ist seine Passion und Liebe zum Land unmittelbar spürbar, genauso wie sein umfassendes Wissen um Geschichte und Wein. Seines Erachtens sind diese beiden untrennbar miteinander verbunden und zentral im Verständnis darum, was er momentan in der Region bewirken möchte. «Unser Land und die alte Weintradition mit ihren ursprünglichen Sorten sind die Basis unserer Zukunft. Sie sind einzigartig, und darauf müssen wir Sorgfalt verwenden und dürfen wir stolz sein.» Wenn er durch die Strassen von Cosenza schreitet – anders kann man sein Gehen nicht nennen – ,wird er von allen Seiten ehrfurchtsvoll gegrüsst, «buona sera Presidente» heisst es alle paar Meter. Er hat viel bewirkt in der Mikrowirtschaft der Region, aber vor allem auch im Selbstbewusstsein der Leute, sein Enthusiasmus ist ansteckend. Sein auserkorener Liebling ist der Magliocco, zu seinem Schutz und zu seinen Ehren hat er sogar eine eigene Academia gegründet. Sein Engagement und seine Tatkraft tun der ganzen Region in der Seele gut, und dafür wird der Presidente verehrt.

Gefunden hat er zu seiner Bestimmung und seinem Wein eher spät. Entsprechend der Familientradition studierte Stancati Medizin und stand mitten in einer vielversprechenden Arztkarriere. Nur wollte er den Beruf nicht ausüben. Viel lieber war er draussen unterwegs, auf den Feldern und in den Weinbergen. In den Neunzigerjahren entschloss er sich, das kleine Gut seines Nonno in den Hügeln von Bisignano auf Vordermann zu bringen. Er investierte viel, baute Strassen aus, schuf Parzellen und vor allem hegte er seine autochtonen Reben. Und machte Wein. Hervorragenden Wein aus eben diesen alten Sorten. Also müssen wir dahin, nach Serracavallo, wo seine Reben und seine Passion wurzeln.

 

 

Über die salbungsvoll benannte Strada del vino e dei Sapori del Bruzio sind wir unterwegs im anmutigen Valle di Crati, und plötzlich fällt einem selbst ein schmeichelnder und verträumter Tonfall leicht: Die Landschaft ist eindrücklich und lieblich, das Klima angenehm und für gute Weine wie geschaffen. Das Weingut thront auf 600 Metern über Meer am Sonnenhang mit atemberaubender Aussicht bis ans Meer, und die Sila, auffrischende Winde und abkühlende Nächte gemeinsam mit sandigen, aber doch fruchtbaren Böden bieten perfekte Bedingungen. Serracavallo ist ein Vorzeigebeispiel für die Erneuerung Kalabriens: modernste Anlagen im neuen Keller, ein in schlichter Eleganz edel und wirkungsvoll inszenierter Barriquekeller. All das zeugt von hohen Ansprüchen, sowohl an Ästhetik als auch an Funktionalität. Der Schatz aber ist das Terroir und seine alten Gewächse, das Land, seit Urzeiten bewohnt und kultiviert. Gemischt mit einer Portion Mut und Prise Schaffenswille entsteht ein spannendes Rezept für eine aussichtsreiche Zukunft. Stolz führt Stancati uns kreuz und quer durch sein Reich und zeigt uns die unterschiedlichen Parzellen. Akribisch und mit modernsten Mitteln
wurden die Böden planiert und terrassiert, analysiert und entsprechend dem Mikroklima mit den passenden Sorten bepflanzt. Natürlich finden wir Magliocco und Greco, aber auch neue Sorten wie Cabernet-Sauvignon, Merlot oder Riesling bereichern die Produktion.

 

 

Hier wird der Presidente ehrfurchtsvoll und auch etwas philosophisch, er spricht vom Respekt der Natur gegenüber, davon, dass man die Pflanzengemeinschaften nicht stören soll, weil sie symbiotisch miteinander verbunden sind, auf vielen Ebenen. «Man wächst gemeinsam, atmet und ernährt sich gemeinsam und nährt sich gegenseitig. Auch diese Stoffe fliessen in den Wein. Das alles braucht Zeit. Zeit zu haben ist wichtig, damit zollen wir den Reben Respekt. Auch indem wir alles von Hand ernten, falls nötig in mehreren Durchgängen.» Auf der einladenden Terrasse mit Traumblick wird er uns dann endlich kredenzt, der viel besprochene, reine Magliocco. Stolz schenkt der Hausherr seinen Vigna Savuco ein, mit einem runden Fruchtgeschmack von roten Beeren, einer tadellosen Struktur im Hintergrund und trotzdem süffig und weich. Einer von vielen anderen Trouvaillen aus den Kellern Serracavallos, die Lust machen auf mehr. Auf vini di Calabria, territorio in bottiglie.

Text: Domenica Flütsch | Bild: Flavia Vergani | Quelle: Vergani Magazin 7

 

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