Accademia Vergani

Ustria Startgels - Flims Laax Falera

Poeten und Philosophen gehen sonderbare, aber hochinteressante Wege: Ich will wissen, ob es tatsächlich eine Verbindung zwischen der Toskana und dem Vorderrheintal gibt. Ein zugegebenermassen merkwürdiger Gedanke, aber nicht unbegründet. Wie auch immer, mit dem leise surrenden Sessellift fahre ich von Flims hinauf zur Berghütte «Ustria Startgels».

 

Gastwirt Ueli Grand steht gerade am offenen Feuer und rührt in seiner herrlich sämigen Polenta. «Eine richtig gute Gemüsebouillon macht einen richtig guten Maisbrei aus!», verrät er. Ich schwanke zwischen Polenta und Papperdelle, die schliesslich mit Sardellen, Kapern und Pinienkernen auf meinem Teller landen. Aus dem reich bestückten Weinkeller findet ein Collazzi 2008 den Weg in mein Glas. Dann, der grosse Moment: Wie schmeckt dieser hervorragende Toskaner weit, weit weg von seinem Ursprung und tausend Höhenmeter dem Himmel näher? Genauso unvergleichlich gut wie in seiner Heimat! Weshalb das so ist, offenbart sich auf dem Panoramaweg hinunter nach Falera. Der Blick schweift hinüber ins Val Lumnez. Damals, in längst vergessener Zeit, wurde das «Tal des Lichts» von Lepotinern besiedelt, die wiederum von den toskanischen Etruskern abstammten. Es gibt sie also doch, diese Verbindung zwischen Vorderrheintal und Toskana. Kulinarisch und kulturell.

 

   

Bild: Flavia Vergani, C. Clavadetscher | Text: Damian Zingg | Quelle: Vergani Magazin 5

 

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