Vergani Geschmacksmodell

Jeder Wein- und Grappaliebhaber hat individuelle Präferenzen und jede Speise verlangt nach einem anderen Begleiter. Das Vergani Geschmacksmodell hilft dabei, Wein oder Grappa nach den persönlichen Geschmacksvorlieben zu finden.

Dabei geht es nicht darum, jedes Detail zu kennen. Wichtiger als einzelne Aromanoten, die Bodenbeschaffenheit oder die Himmelsrichtung des Rebberges sind allgemein verständliche Schlüsselwörter, die den Geschmack treffend beschreiben.

Ein weiterer Vorteil des Geschmacksmodell: Wenn Sie bereits einen Wein von unserem Sortiment kennen, der Ihnen schmeckt, empfiehlt Ihnen der Berater aufgrund des Geschmacksprofil Weine mit ähnlichem Geschmack. Was gibt es spannderes, als so sein Wissen zu erweitern und neue (Lieblings-)Weine zu entdecken?

Die folgenden drei Kriterien sind im Vergani Geschmacksmodell für die Definition des Geschmacksprofils wichtig:

Trocken vs. Süss

Wein ist ein alkoholhaltiges Getränk aus dem vergorenen Saft von Weintrauben. Bevor der Traubensaft (Most) gärt, ist er dank dem enthaltenen Fruchtzucker jeweils sehr süss. Während der Gärung wandelt sich der Zucker in Alkohol um. Hier kann der Winzer entscheiden, welche Geschmacksrichtung er seinem Wein geben möchte. Die meisten Rotweine gelten als trocken, weil Säure der Süsse entgegen wirkt. Weiss-, Rosé- und Schaumweine hingegen weisen verschiedene Grade von sehr trocken, halbtrocken, lieblich bis sehr süss auf.

Trocken

Je länger der Wein gärt, desto mehr Zucker wandelt sich in Alkohol - der sogenannte Oechslegrad steigt und der Wein wird trockener. Trockene Weine sind also solche, bei denen die Süsse nicht mehr wahrnehmbar ist, da sie fast oder ganz durchgegoren sind.

Süss 

Süss oder lieblich nennen wir Weine, bei denen der Zucker nur zu einem kleinen Teil vergoren ist. Die Süsse wird oftmals durch eine Reizung an der Zungenspitze Liebliche Weine nehmen wir oft als mild und süffig wahr. 

Fruchtig / weich vs. würzig / herb

Fruchtig / weich

Von fruchtigen Weinen sprechen wir, wenn die Fruchtnoten der Trauben den Wein dominieren. Zu den fruchtigen Aromen zählen Eindrücke von Äpfeln, Birnen, Pflaumen, Aprikosen, Pfirsichen, Brombeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Cassis, getrockneten Früchten, etc. Auch blumige Aromen wie die von Akazien, Rosen oder Veilchen gehen in diese Richtung.

Als weich empfinden wir Weine, die wenig Säure aufweisen oder nur einen geringen Anteil an Gerbstoffen besitzen, die zu einem Gefühl der Rauheit oder Pelzigkeit, der sogenannten Adstringenz, führen.

Würzig / herb

Von würzigen Aromen sprechen wir bei folgenden Empfindungen: Pfeffer, Gewürznelke, Zimt, Lorbeer, Trüffel, Lakritze, Vanille. Auch erdige Aromen wie die von Moos, Pilzen, feuchter Erde etc. oder Holzaromen wie die von Kastanie, Eiche, feuchtem Holz etc. gehen in diese Richtung. Als herb empfinden wir Weine, die eine stark präsente Säure besitzen oder deren hoher Anteil an Gerbstoffen das Gefühl von Rauheit/Pelzigkeit auslösen.

Leicht vs. schwer / gehaltvoll

Je mehr Alkohol ein Wein enthält, desto eher empfindet man einen Wein als schwer. Weine mit wenig Alkohol schmecken schnell einmal "dünn". Dies, weil Alkohol ein wichtiger Geschmacksträger ist, welcher Aromastoffe erst zur Geltung bringt.

Oftmal geht vergessen: Ob wir einen Wein als leicht oder schwer wahrnehmen, hängt noch von zwei weiteren Faktoren ab: der Säure und dem Extrakt. Je weniger Säure ein Wein enthält, desto "plumper" wirkt er. Ein höherer Säuregehalt lässt einen schweren Wein schlanker wirken, die Säure belebt einen schweren Wein sozusagen. Mit Extraktwert bezeichnet man die Substanzen, welche nach der alkoholischen Gärung im Wein enthalten sind.

Leicht

Leicht nennen wir Weine mit wenig Alkohol und niedrigen Extraktwerten. Wir benutzen den Ausdruck auch für leicht trinkbare Weine, die einen normalen Alkoholgehalt aufweisen. 

Schwer

Schwer nennen wir Weine mit viel Alkohol und hohen Extraktwerten, bzw. einem erhöhten Farb- und Gerbstoffgehalt. Zudem haben Weine mit mehr Alkohol andere Inhaltsstoffe wie z.B. Glyzerin, was zu einer "öligen" oder "runden" Wahrnehmung führt. Das hat allerdings mehr mit dem Tastsinn, als mit dem Geschmackssinn zu tun. 

Testen Sie es selbst aus. Hier geht es zum Berater mit dem Geschmacksprofil.

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