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Dreistand

Kern und Daniel Steinle erklären, wie die Deutschschweizer Weinforschung in Wädenswil bleiben konnte und daraus eine der interessantesten Zürcher Weinmarken entstand.

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Dreistand

Kern und Daniel Steinle erklären, wie die Deutschschweizer Weinforschung in Wädenswil bleiben konnte und daraus eine der interessantesten Zürcher Weinmarken entstand.

  

 

  

Betrachtet man die Halbinsel Au aus der Ferne, könnte man leicht monieren, dass es sich bei diesem Flecken Erde gar nicht um eine echte Peninsula handelt. Sie wirkt wie ein Stück Land, das etwas weiter ins Wasser hinausragt. Bis man auf diesem Hügel zwischen Seestrasse und See steht und feststellt, dass hier nicht nur ein eigenes Klima herrscht, sondern tatsächlich ein wenig Ferieninselgefühl in einem aufsteigt. Vielleicht gehört die Halbinsel auch deshalb zu den beliebtesten Ausflugszielen des Zürichsees. Der Ort interessiert uns aber nicht, weil hier Feriengefühle blühen, sondern vor allem Weintrauben wachsen – diejenigen der blutjungen Weinmarke Dreistand. Hinter den Dreistand-Weinen steht das ebenfalls nur zwei Jahre alte Weinbauzentrum Wädenswil, das aus einer Notlage entstand.

Denn 2018 entschied der Bundesrat, Agroscope, das eidgenössische Kompetenzzentrum der Schweiz für landwirtschaftliche Forschung in Wädenswil, zu schliessen und indes die Weinforschungsaktivitäten der Agroscope in Changins zu konzentrieren. Damit wäre die Deutschschweiz eines wichtigen Forschungsstandorts für Weinbau verlustig gegangen. Dass der Weinpionier Hermann Müller-Thurgau 1891 hier in Wädenswil als erster Direktor des Weinforschungsinstituts fungiert hatte, wog zusätzlich schwer. Ebenso, dass die Weinschule zugleich verloren gegangen wäre. Um den Standort zu erhalten, spannten die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW), das Weiterbildungsinstitut Strickhof, der Brachenverband der Deutschschweiz mithilfe von Agroscope zusammen und hoben das Weinbauzentrum Wädenswil aus der Taufe. Zur neuen Institution gehörten zudem drei Reblagen – eine in Stäfa, eine auf der Halbinsel Au und eine weitere in Wädenswil. Sie würden die drei Beine für die ebenfalls neu ins Leben gerufene Weinmarke Dreistand sein. 

«Jedes Weingut das etwas auf sich hält forscht.»

Daniel Steinle, Dreistand

 

Während im Weinbauzentrum nun weiterhin an modernen und pilzresistenten Traubensorten und -klonen, stets mit Blick auf den Umweltschutz, geforscht wird, kümmert sich ein Trio um die Weinmarke Dreistand: Lorenz Kern und Thierry Wins als Önologen sowie Daniel Steinle als Vertriebs- und Marketingleiter. Wer also denkt, die Weinmarke Dreistand sei nur ein Nebenprodukt der Weinforschungsinstitution, liegt falsch. «Mit der Gründung des Weinbauzentrums wollten wir zusätzlich vom reinen Forschungscharakter wegkommen und eine eigene vollwertige Weinmarke entwickeln», sagt Lorenz Kern. Natürlich würden die Dreistand-Weine durchaus von den Forschungserkenntnissen profitieren: So ist von Dreistand zum Beispiel ein Rotwein erhältlich, der aus der brandneuen Divico-Traube gekeltert wurde. Die Divico wurde erst 2013 als eigene Sorte zugelassen; bis die Zulassung einer neuen Sorte erfolgt, vergehen gerne mal mehrere Dekaden. Noch jünger ist ihre Schwester Divona, die es offiziell erst seit 2018 gibt.

 

 

Auch andere moderne Traubensorten finden den Weg in die Dreistand-Flaschen: der Souvignier Gris etwa oder der Kerner. Die Frage, wie viele verschiedene Weine Dreistand produziere, lässt Lorenz und Daniel auflachen. «So genau wissen wir es gerade nicht.» Etwa an die 20 verschiedene Tropfen seien es, schätzt Daniel. «Wir sind noch im Findungsprozess», ergänzt Lorenz. Davon merkt der Kunde jedoch nichts, denn das Konzept ist professionell und ausgefeilt. So tragen Dreistand-Weine zum Beispiel ein Weinetikett, das niemand so schnell vergisst: Auf dem Label prangt ein dominantes gleichseitiges Dreieck, das für die drei Standorte Stäfa, Wädenswil und Halbinsel Au steht. Auf 10,5 Hektar insgesamt wachsen Dreistand-Reben, mit 5,5 Hektar hat die Lage auf der Südseite der Halbinsel Au den grössten Anteil. «Wir produzieren insgesamt rund 50 000 Flaschen pro Jahr», sagt Lorenz. Zu den Kunden gehörten dank der engen Zusammenarbeit mit Vergani vor allem hochwertige Restaurants, die Interesse an regionalen Produkten haben. Sie würden darauf achten, für die Region typische Weine zu keltern: elegante und schlanke Weine. «Echte Zürichsee-Tropfen mit Power, aber ohne Überladenheit», sagt Daniel. Ganz aufs Forschen und Experimentieren verzichtet allerdings auch das Dreistand-Trio nicht. «Jedes Weingut, das etwas auf sich hält, forscht», sagt Daniel. So ernten sie beispielsweise die Trauben zu verschiedenen Zeitpunkten im Herbst. Sie tüfteln mit unterschiedlichen Hefen, probieren verschiedene Barriques und Gebinde aus oder lassen die Weine bei unterschiedlichen Konditionen reifen. «Aktuell testen wir die Vergärung in den neuartigen Kunststoff-, Beton- und Granit-Eiern», sagt Lorenz. Das gewonnene Wissen werde später auch an die Schweizer Winzer weitergegeben.

Hinaus aus dem Keller, ab auf die Ferieninsel: Bei einem Rundgang um die Halbinsel Au weist Lorenz Kern auf die zahlreichen Varietäten hin, die hier wachsen. Der dichte Kerner gedeiht hier ebenso wie die südafrikanische Pinotage-Traube. Neben Reihen weissen Souvignier Gris’ stehen Stöcke, an denen kleinen Möpsen gleich die pummeligen Zweigelt-Trauben hängen. Damit nicht genug: Weil hier auch das Weinbau-Museum steht, finden Interessierte Trauben aus der ganzen Welt: Insgesamt 190 Sorten werden vor Ort gehegt und gepflegt und bilden somit ein wichtiges Archiv des Weinbaus. Womit die Halbinsel Au mehr als nur ein Paradies für Ausflügler ist – und übrigens auch eine echte Peninsula.

Text: Jan Graber | Bild: Torvioll Jashari | Quelle: Edizione Vergani 12

 

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